Förderkonzept der Grundschule Wardenburg


Die Kinder, die bei uns eingeschult werden, unterscheiden sich deutlich in ihrem Einschulungsalter (5, 6 oder 7 Jahre), ihren Erfahrungen, ihren bereits erworbenen Kompetenzen, in ihrer soziokulturellen und ökonomischen Herkunft. Zudem lernen sie unterschiedlich schnell, unterschiedlich viel und auf verschiedenen Wegen.

Unsere Schule hat deshalb den Auftrag, mit Unterrichtskonzepten zu arbeiten, welche die Ansprüche an Differenzierung und Individualisierung einlösen. Sie muss daher Unterrichtsinhalte nutzen und Unterrichtsprozesse organisieren, die der sozialen und kulturellen Vielfalt von Lebenseinstellungen, Verhaltensweisen und Leistungsmöglichkeiten unserer Kinder gerecht werden.

Die Kinder haben unterschiedliche Begabungen, jeweils andere Stärken und Schwächen und ihre Entwicklung verläuft in ganz individuellen Zeitrastern und Wegen. Wenn Kinder eingeschult werden, dann kommt zu uns keine Gruppe gleichförmiger Jungen und Mädchen, sondern wir treffen auf jeweils einzigartige Individuen.

Darauf stellt sich unsere Schule ein und holt jedes Kind dort ab, wo es bezüglich seiner Entwicklungen und Neigungen steht. Dies geschieht durch Individualisierung und Differenzierung.

Dazu zählt, dass
  • wir Kindern unterschiedlich viel Zeit zugestehen, um die ersten beiden Schuljahre zu durchlaufen,
  • nicht alle Kinder zur gleichen Zeit den gleichen Lernstoff bewältigen können und müssen,
  • wir Kinder dort bestärken und zusätzlich fördern, wo besondere Begabungen erkennbar sind,
  • wir Kindern dort helfen, wo Schwierigkeiten deutlich werden,
  • Kinder selbständiges Lernen erlernen (Lernen des Lernens) und damit eine Schlüsselqualifikation in unserer sich schnell wandelnden Gesellschaft erwerben.
Unsere Schule macht es sich also zur Aufgabe, eine Lernkultur zu entwickeln, welche die vorhandene Heterogenität im Bereich der Leistungen positiv für den individuellen Lernprozess nutzt. Das erfordert, dass wir Lehrkräfte im Unterricht diagnostisch tätig sind, um die passfähigen Angebote zur jeweiligen Lernausgangslage zu ermitteln.

Das Anknüpfen an die individuelle Lernausgangslage der Kinder erfordert in unserer Schule vor allem eine binnendifferenzierende Herangehensweise, die eine zielgleiche, aber niveaudifferenzierende Unterrichtsplanung, Förderung und Leistungsbewertung nach sich zieht.

Wir sind uns darin einig, dass Förderkonzepte nicht nur Konzepte zur Behebung von Schwächen sind. Ein gutes Förderkonzept holt jedes Kind dort ab, wo es steht und gibt ihm die Möglichkeit, seine Kompetenzen weiter zu entwickeln. Dies gilt für Kinder mit möglichen Defiziten genau so wie für Kinder mit besonderen Stärken.

Grundvoraussetzungen eines individualisierenden Unterrichts sind vielfältige, offene Lernsituationen, eine gestaltete Lernumgebung und anregendes Arbeitsmaterial. Wir fördern die Schüler durch offene und individualisierende Unterrichtsformen wie Tagespläne, Wochenpläne, Freiarbeit, Projekte, Werkstattunterricht und das Einbeziehen außerschulischer Lernorte.



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